Das Massivholz und seine Vorteile

Massivholz ist ein überaus populärer Werkstoff für alle Heim- und Handwerker. Doch was ist eigentlich Massivholz und was sind seine Vorteile? Diese Fragen sollen im Folgenden beantwortet werden.

Das Massivholz und die verschiedenen Arten

Der Begriff Massivholz unterliegt einer strengen Regelung. Deshalb darf nicht Jedermann einfach eine Holzart als Massivholz bezeichnen. Vielmehr regelt die relevante Norm DIN 68871, das nur qualitativ hochwertiges Holz unter diesen Begriff geführt werden darf. Der Norm nach dürfen Möbel nur dann als Massiv-Holzmöbel offeriert werden, wenn die meisten Bestandteile aus massivem Holz bestehen. Lediglich bei der Rückwand und den Böden der Schubladen werden Ausnahmen gemacht. Der Rest des Möbelstücks muss aus natürlichem, weitestgehend unbearbeitetem Holze bestehen.

Möbel aus Massivholz
Möbel aus Massivholz

Doch um zu wissen, woraus die Möbel wirklich bestehen dürfen, ist es entscheidend, was Massivholz überhaupt ist. Denn dieses bestimmte Holz besteht aus Platten, die aus gewachsenem Holz stammen, die dann geleimt worden sind. Anschließend muss das Holz noch einen gewissen Zeitraum lagern und trocknen. Dann findet ein Aufeinanderpressen der verschiedenen Lamellen statt, sodass eine feste und dauerhafte Verbindung erfolgt. Die fertige Leimholzplatte erfüllt dann sämtliche Anforderungen der relevanten Norm. Somit kann dann von Massivholz gesprochen werden. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Span- oder Faserplatten um andere Arten und eben kein Massivholz.

Die Vorteile von Massivholz

Massivholz bietet den Anwendern, Möbelherstellern, Hand- und Heimwerkern vielfältige Vorteile. Zunächst handelt es sich bei diesem Werkstoff um ein äußerst langlebiges Material. Möbel, die aus massivem Holz bestehen, halten nahezu ewig – denn Ermüdungserscheinungen und Abnutzungsspuren gibt es kaum welche. Vielmehr entsteht im Laufe der Zeit ein gewisser Charme.
Darüber hinaus ist es spielerisch leicht möglich, das Material zu behandeln. Ganz gleich, ob Anwender die Oberfläche lackieren, waschen, ölen oder schleifen wollen – beim Massivholz sind sämtliche Behandlungen erlaubt und erwünscht. Da Heimwerker die Holzoberfläche stetig verändern können, wird das Erscheinungsbild der Möbel nahezu nie langweilig.
Ein weiterer Vorteil von Massivholz ist der einzigartige Charakter. Denn bei dem natürlichen Werkstoff gibt es kein einheitliches Erscheinungsbild. Vielmehr ist jeder Baum auf natürliche Art und Weise anders, sodass selbstverständlich auch das Stück Holz einzigartig und charaktervoll ist. Individualität und Charme kehren mit Massiv-Holzmöbeln in die Wohnung oder das Haus ein.
Zu guter Letzt ist der Werkstoff Holz deutlich besser für das Raumklima und die Gesundheit der Bewohner als vergleichbare Werkstoffe wie etwa Glas oder Metall. Wer sich für Holzmöbel entscheidet, profitiert von einem gesteigerten Wohlbefinden. Denn Holzmöbel wirken beruhigend und senken den Stresspegel der Bewohner.

Die Anwendungsbereiche

Grundsätzlich eignet sich Massivholz zum Einsatz in den verschiedensten Bereichen. Denn unterschiedliche Möbel bestehen aufgrund der zahlreichen Vorteile aus dieser Holzart. Zudem können Heimwerker selbst mit dem hochwertigen Werkstoff Möbel herstellen oder verbessern. Wer sich für den massiven Werkstoff interessiert, findet bei Holzland verschiedene Latten und Bretter aus massivem, hochwertigem Holze.

Das Fazit – Massives Holz beim Möbelbau

Wie wir gelernt haben unterliegt die Bezeichnung von Massivholz strengen Anforderungen. Aus diesem Grund müssen die Hersteller genaue Bedingungen erfüllen, um von Massivholz sprechen zu dürfen. Durch die hervorragenden Produkteigenschaften profitieren dann die Hand- und Heimwerker von den verschiedenen Vorteilen wie Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und einer einfachen Behandlung des Holzes.

Regale aus Massivholz, Teil 1

Die Wand ohne Regale
Die Wand ohne Regale
Regale richtig planen
Regale richtig planen

Wir haben uns überlegt ein paar Bücherregale im Flur im Obergeschoss aufzuhängen. Die Regale sollten nicht so tief sein, damit der Flur optisch nicht enger wird, und sie sollten auf der Wand (3,50 Meter hoch und ca. 4,5 Meter breit, zwischen den Türen) schön gleichmäßig verteilt werden. Wie so oft, wurde es schnell klar, dass es am besten passen würde, wenn ich die Regale selber baue.

Als Material wurde Eiche massiv gewählt. Als Regalträger habe ich im Internet Metallstäbe gefunden, ähnlich der typischen Bewehrungsstahlstäben aussehend, aber mit einem Muster verziert, 14mm stark. Die Rundstäbe sind stabil genug um viel mehr Last zu halten als beim Vorhaben nötig ist, und nicht destotrotz würden in Kombination mit dickeren Holzbrettern „leicht“ aussehen.

Die Eichenholzbretter
Die Eichenholzbretter
Die Regalhalterungen
Die Regalhalterungen

So musste ich noch eine Methode finden die Bretter auf den Stäben zu befestigen. Das war die aufwändigste Phase der Planung gewesen. Die folgende Konstruktion ist zum Einsatz gekommen:

  1. Bundbuchsen mit einem Stiftdurchmesser 15mm werden in die Bretter eingebaut, nicht fest, so dass sie aus den Bretter rausgenommen werden können;
  2. Mit Madenschrauben fixieren die Bundbuchsen auf den Rundstäben;
  3. Die Bretter werden auf die Bundbuchsen gelegt.
Regalfuss aus Holz
Regalfuss aus Holz
Eine Regal auf den Eisenstaeben
Eine Regal auf den Eisenstaeben

Zusätzlich zu den Bundbuchsen brauchte ich noch eine Art von Rohrschellen, die mit Hilfe von Stockschrauben an die Wand befestigt werden könnten. Die Rohrschellen sollen die Metallstäbe halten.

Nachdem die Konstruktion fertig geplant war, habe ich die Teile bei einem Metallbauer fertigen lassen. Damit diese optisch zu den Stäben besser passen, bestellte ich sie mit schwarzer Beschichtung („oxidiert“? bin mir nicht mehr sicher). Alle Schrauben konnte ich im Internet oder im Baumarkt problemlos finden.

Eiche Massivholz bestellte ich übers Internet, in der 28mm Stärke, bei 24cm Breite und 160cm Länge. Ich habe die Regale in 2 Längen geplant – 80cm und 174cm. Die 8-10 Holzregale sollen auf den 8 Metallstäben aufgebaut werden, den Aufbau sieht man auf einem der Bilder. Wenn wir später mehr Platz brauchen, kann man weitere Regale auf den Stäben montieren.

Die Fortsetzung folgt…

Kaminöfen im ausführlichen Vergleich

Bei der Überlegung den optimalen Kaminofen anzuschaffen sind vorab einige wichtige Punkte zu beachten. Die Unterschiede liegen dabei nicht nur im ansprechenden Design. Je nach persönlichen Ansprüchen, verfügbarem Raum und in Anbetracht der Umwelt ist entsprechend die Wahl ebenfalls auf bauliche Gegebenheiten abzustützen. Moderne Entwicklungen in der Verbrennungstechnik berücksichtigen neben Komfort und Behaglichkeit hauptsächlich die ökologisch ideale Anwendung. Je nach Bedarf und persönlichen Vorlieben gibt es bestimmt den richtigen Kaminofen. Hellweg bietet auf einer Informationsseite viele wichtige Hinweise, die man sich vor der Anschaffung eines Kaminofens anschauen sollte.

Welche Arten von Kaminöfen gibt es?

Die klassischen Kaminöfen werden mit Holz oder Braunkohle beheizt. Die Thermoautomatik bietet eine automatische Steuerung für die komfortable Anwendung. Integrierte Temperatur Fühler, welche sich im Brennraum befinden, regulieren optimal die Menge an Verbrennungsluft. Dabei werden die einzelnen Luftkanäle mechanisch geöffnet oder geschlossen – je nach Einstellung.

Kaminöfen mit Wärmespeicher enthalten neben dem Brennraum zusätzliche Speicherplatten. Diese Wärme speichernden Steine gewähren durch gespeicherte Energie eine längere Nutzung und sind deswegen ökologisch in der Anwendung.

Pellet-Kaminöfen sind auch zu empfehlen. Die automatische Steuerung mittels externem Raumthermostat und digitalem Anzeigefeld garantieren stabile Temperaturverhältnisse. Eine automatische Zufuhr der umweltfreundlichen Brenn-Presslinge mittels integriertem Stauraum
und elektrischer Zündung sorgt für laufenden Nachschub. Die modernen Designs sind heutzutage sehr vielseitig. Zudem ist die Massivität aus Gusseisen vorteilhaft.

Raumluft unabhängige Kaminöfen sind besonders geeignet für Energiesparhäuser, welche über eine mechanische Lüftungsanlage verfügen. Diese Kaminöfen sind komplett abgedichtet und benötigen keine Verbrennungsluft im Aufstellraum

Wasserführende Kaminöfen sind für den normalen Holzofen aber auch für die Pellet-Öfen geeignet. Der Heizungskreislauf wird über eine Speicher Ladestation in das bestehende Zentralheizsystem integriert. Ein Differenzregler mit Pufferspeicher sorgt für die Aufteilung der Wärme. Dabei wird der Standortraum geheizt wobei ein Teil der Wärme für eine
angenehme Temperatur im gesamten Haus sorgt. Zudem kann dieser wasserführende Kaminofen genutzt werden, um warmes Wasser aufzubereiten. Somit sind viele Optionen mit einer vorteilhaften kostensparenden Lösung verbunden.

Werkstatt- oder Ölöfen sind gefertigt aus robustem Stahl und Gusseisen. Der Hitze beständige Schamott und breite Fülltüröffnungen sorgen für ausreichend Speicher für große Holzschnitte. Ideale Standorte sind Keller oder ein geräumiger Wohnraum. Modelle mit freiem Blick auf das Feuer sorgen zusammen mit Primär- und Sekundärluft für einen effizienten und
umweltfreundlichen Einsatz.

Dauerbrandherde, welche auch als Festbrennstoffherde bezeichnet werden, bieten neben Heizung eine besonders vorteilhafte Kochlösung. Mittels Holz- oder Braunkohlebriketts können sie auch mit Holz rund um die Uhr befeuert werden.

Welche Kamine oder Öfen sind für welche Zwecke am besten geeignet?

Die heute modernen Designs sind sehr vielseitig. Am Optischen soll es also nicht scheitern. Wer hingegen das Knistern des Holzes hören möchte, ist mit einem Holzofen besser bedient als mit einem Pelletofen. Neue Technologien der Kamine und Öfen berücksichtigen zudem genügend ökologisch wichtige Lösungen. Der Werkstattofen bietet dem klassischen Typ mit ausreichend Platz eine ideale Wahl. Für Küche ist der Festbrennstoffherd die optimale Anschaffung. Möchte jemand die Wärme im gesamten Haus verwenden ist der wasserführende Kaminofen der Richtige. Beim Bau eines Energiesparhauses eignet sich der Raumluft unabhängige Kaminofen am besten. Für exklusive Ansprüche mit entsprechendem Budget und Platz ist die Investition in den Pellet-Kaminofen wohl die beste Lösung.

Welche Unterschiede sind im Hinblick auf die Effizienz zu beachten?

In Anbetracht des Kosten-Nutzen-Verhältnisses offeriert der wasserführende Kaminofen die effektivste Lösung. Aus ökonomischem Sichtfeld betrachtet ist die Wahl vom Werkstattofen die beste. Je nach individuellen Ansprüchen ist der automatische Komfort der Thermoautomatik dem klassischen Ofen vorzuziehen. Kosten und persönlicher Nutzen im Hinblick auf verfügbaren Raum und im geschmackvollen Design sind individuelle Punkte, welche nur persönlich beantwortet werden können. Dabei ist eine professionelle Beratung mit
weiteren nützlichen Informationen erfolgversprechend – vor allem im Hinblick auf die richtige Wahl einer kostenintensiven Investition.

Wohnungskauf zum Vermieten. Lohnt es sich?

Seit einiger Zeit beschäftigen mich, wie auch Millionen anderer Mitbürger, die Immobilienpreise und Miethöhen. Manchmal erwecken diese einen Eindruck, dass wir in einem Wunderland leben, in dem innerhalb von 5-6 Jahren alle das doppelte an Geld zum Wohnen haben. Wenn ich die Grundstückspreise im Umkreis von 10km vergleiche, beobachte ich einen Anstieg um mindestens 80%, im Schnitt aber über 100%. Zur Auswahl stehen weniger als 20 Grundstücke zur Verfügung, und das, wohlgemerkt, nicht mal im Zentrum einer großen Stadt. Hier fängt es wohl an – Mangel an Baugrund. Die erste Folge – wo man früher ein Einfamilienhaus baute, muss jetzt eine Mehrfamilienanlage entstehen um die Kosten für das Grundstück auf mehrere Schultern zu verteilen.

Wie soll man als Laie beurteilen, ob ein Immobilienkauf sich heute noch lohnt? Ich habe es immer mit einem Vergleich einer Hauskauf-Finanzierung und der, für ein Objekt möglichen, Miethöhe gemacht. Hier soll man selbstverständlich zwischen der Eigennutzung und dem Vermieten unterscheiden. Für die Eigennutzung ist man bereit die Schulden länger zu tilgen mit Aussichten irgendwann ein schulden- und mietfreies Leben zu führen. Die Immobilie trägt dann auch zur eigenen Altersvorsorge bei. Ich habe einen guten Rechner unter Baufi24.de gefunden – Baufi24.de. Der Rechner lässt viele Parameter wie Monatsraten, Zinshöhen, Darlehensbeträge etc., eintragen und kombinieren und dadurch die Finanzierungskalkulation an die eigene Situation anpassen. Das Beste ist – der Baufi24 Baufinanzierungsrechner liefert die Ergebnisse der Beispielfinanzierung sofort. So kommt man schnell an die Information, ohne sich gleich im ersten Schritt einen Berater aufsuchen zu müssen.

Berechnung einer Baufinanzierung

Nehmen wir zum Beispiel eine 3 Zimmerwohnung, die vor 5 Jahren ca. 200.000€ Netto gekostet hat. Die 100% Finanzierung dafür konnte man für 3% Zinsen (für 10 Jahre Zinsfestschreibung) bekommen. Tragen wir die Werte in den Baufi24 Finanzierungsrechner ein, mit dem Wunsch nach 20 Jahren mit der Tilgung fertig zu sein. Die berechnete monatliche Rate beträgt 1120€. So hoch muss die Miete sein, um von der Investition nach 20 Jahren profitieren zu können. Um die Reparaturen und Notargebühren etc. einzukalkulieren, berechnen wir 3 Jahre dazu. Erst nach 23 Jahren bei der Miethöhe 1120€ könnte man durch Vermieten Geld verdienen. (Für ca. 800€ monatlich ließ sich die Wohnung damals vermieten und somit liege die Laufzeit bei ca. 35 Jahren.)

Heute kostet die Wohnung 330.000€. Mit dem aktuellen Zinssatz (1,5%) wird man bei einer Vollfinanzierung ungefähr 1600€ Miete verlangen, um nach wiederum 23 Jahren auf die schwarze Null zu kommen. Ich schätze aber, dass es schwer ist, jemandem die Wohnung für mehr als 1100€ zu vermieten. Mit der monatlichen Rate in Höhe von 1100€ komme ich auf eine Laufzeit von ca. 38 Jahren.

Fazit

Die Immobilienpreise in Fürth sind drastisch gestiegen, die Mieten ziehen nach, aber langsamer. Die niedrigeren Zinsen kompensieren die Preisentwicklung nur zum Teil. Wenn man vor 5 Jahren ein Immobilienobjekt zum Vermieten gekauft hatte, rechnete man mit ca. 25 Jahren Gesamtlaufzeit der Finanzierung. Heute liegt der Wert bei 35-40 Jahren. Beachtet bitte, dass die Ergebnisse der kurzen Berechnung oben, einen konkreten Ort und einen Immobilientyp betreffen.

Adventskalender aus Eichenholz

Bei einer TV Werbung bin ich auf die Idee gekommen den Adventskalender selber zu machen. Ich wusste auch sofort für wen 🙂 Ich hatte noch wenige Eichenholzstücke von dem Bar-Projekt übrig, die sollten ausreichen.

Ein Adventskalender aus Eichenholz mit Türchen und Rasthacken.
Ein Adventskalender mit Türchen und Rasthacken.

Stift, Papier, ein paar Skizzen… Das Design ist schnell entstanden. Ich wollte irgendwas ohne viel Schnick-Schnack aber trotzdem weihnachtlich und ein wenig geheimnisvoll. Ihr könnt beurteilen, ob es gelungen ist. Die Varianten mit Türchen sind mir besser gefallen. Ausserdem dachte ich, dass es weniger Arbeit bedeutet, was sich später, übrigens, beim Befestigen der Türchen mit Minischarnieren und kleinen Rasthacken relativiert hat.

Eine wichtige Frage war die Größe. Ich wollte nicht, dass es wie eine schwere Truhe wirkt, die Geschenke sollten in die Türchen trotzdem reinpassen. Ich habe mich für die Türchengröße 8x6cm entschieden. Nachhinein hätte ich doch lieber z.B. 10×7,5cm machen sollen, die diagonal geteilten Fächer sind nicht besonders geräumig. (Es ist aber kein großes Problem – bei größeren Geschenken schaffen kleinere Kärtchen mit Hinweisen eine Abhilfe).

Kleine Scharniere mit sehr kleinen Schrauben.
Kleine, sehr kleine Schrauben…

Im Internet bin ich auf der Suche nach passenden Scharnieren und Rasthacken schnell fündig geworden. Das Problem war nur dass ich die Hälfte von Rasthacken (die rechtseitigen) in falscher Größe bekam… gr-r-r… Die Zeit für eine neue Bestellung hatte ich nicht. Zum Glück hatte ich 50 linke Rasthacken die sich auch auf die linke Seite statt rechtseitigen verbauen ließen. Glück gehabt!

Das Innenaufbau mit Sperrholz
Das Innenaufbau mit Sperrholz

Material war da, es ging los. Die Türchen schneiden, die Rundstäbe hobeln (eine Drehmaschine habe ich leider nicht), die Ober-, und Unterteile fräsen. Fürs Innenaufbau, für Innenwände und Böden aus 6mm Sperrholz, habe ich in allen Teilen eine Nut gefräst. Danach alles geschliffen, mit 120-er Körnung Schleifpapier. Feiner macht es bei den kleinen Teilen wenig Sinn, aus meiner Sicht.

Holzdruck
Holz bedrucken mit einem Bügeleisen

Um die Zahlen an die Türen anzubringen, habe ich die (für mich neue) Metode des Holzdrucks angewendet. Zuerst werden die Zahlen auf einem Laserdrucker (ob es mit anderen Typen geht, weiss ich nicht) im gewünschten Schrift und der Größe, spiegelwerkehrt, gedruckt. Danach der Ausdruck auf das Holzstück gelegt und mit einem Bügeleisen gebügelt. Je besser und feiner die Holzoberfläche geschliffen ist, desto schärfer und vollständiger wird der Abdruck. Auf keinen Fall darf man die Dampffunktion des Bügeleisens nutzen, die Holzoberfläche wird dadurch wieder rau und muss wieder geschliefen werden.

Der Adventskalender aus Eichenholz ist fast fertig.
Der Adventskalender ist fast fertig.

Die meiste Zeit habe ich mit dem Anschrauben von der Türchen verbracht. Die 15mm lange Scharniere und 8mm Schrauben waren eine Herausforderung, auch im Sinne der Genauigkeit. Damit die Türchen gerade hängen, müssen alle Schrauben auf einer Linie sein. Die billigen Schrauben wollten sich nur ungerne in Hartholz reindrehen lassen. Deshalb schlagte ich mit einem kleineren Nagel erst ein Loch ein, danach ging es einigermaßen.

Nach ca. 20 Stunden ist der Adventskalender fertig zum Befüllen. Der Aufwand lohnt sich!

Frohe Weihnachten!

Der Adventskalender selbst gemacht.
Der fertige Adventskalender!

Austausch eines defekten Rollladenmotors

Alten Rohrmotor abmontieren

Den alten Rohrmotor abmontieren

Nietverbindung der Achtkantwelle

Nietverbindung der Achtkantwelle

Im August hat sich in unserem Badezimmer einer der drei Rollladenmotoren verabschiedet. Er hat zwar einen elektrischen Klang produziert, konnte aber ohne Hilfe den Rollladen nicht hochziehen. Das war der dritte von den drei Rohrmotoren die in dem Zimmer ausgetauscht werden mussten. Kein einziger Rollladenmotor im ganzen Haus ging in den 7 Jahren kaputt, nur die (alle) im Bad. Es kann entweder daran liegen, dass die Rollladen automatisch jeden Tag auf-, und zugemacht werden, oder an den von meinem Elektriker ursprünglich falsch verkabelten Relais (später nachgebessert, nachdem der erste Motor nicht mehr wollte). Weniger wahrscheinlich, aber trotzdem möglich – es liegt an der Qualität der Motoren oder an der zu geringen Leistung. Alle 3 waren 8Nm Motoren, was eigentlich für die Kunststoffrolladen von nur 80-90cm Breite ausreichen sollte.

Der alte Rohrmotor

Der alte Rohrmotor

Die Rohrmotoren - alt (8Nm) und neu (20Nm)

Die Rohrmotoren – alt (8Nm) und neu (20Nm)

Das Austauschen von Rohrmotoren ist für mich fast zu einer Routine geworden. Hier ist kurze Anleitung für diejenigen die dasselbe Problem haben:

  • Die Rollladen runterfahren, und das Rollladenkasten aufmachen (in meinem Fall – ein Aussenkasten) und Wellengröße und Motorstärke ermitteln. Es gibt 40-er und 60-er Achtkantwellen, die 60-er sind meines Wissens viel mehr verbreitet.
  • Entscheiden ob der neue Motor „elektronisch“ oder „mechanisch“ sein soll. Beim mechanischen, stellt man die Endpunkte manuell ein. Die elektronischen erkennen die Hindernisse und schalten sich automatisch aus. Meine Motoren habe ich in Baumarkt für 34€ gekauft, 20Nm (statt 8Nm wie bei den alten), mechanisch einstellbar. Wenn man die neuen Rohrmotoren nicht von der gleichen Firma kauft, muss man eventuell die Motorbefestigung im Rollladenkasten anpassen.
  • Zum Abmontieren von dem alten Motor musste ich zwei Niete auf der anderen Seite der Welle rausbohren (s. Bild). Diese habe ich später, beim neuen Motor, mit 2 kurzen Schrauben ersetzt. Die Befestigungsfeder des Rollladenpanzers werden rausgezogen.

Andere Befestigung für den neuen Rohrmotor

Andere Befestigung für den neuen Rohrmotor

Die Befestigung im Rollladenkasten anpassen

Die Befestigung im Rollladenkasten anpassen

    • Als nächstes (was eigentlich am meisten Zeit gekostet hat) musste die Befestigung des Motors angepasst werden. Dafür habe ich die alten abgeschnitten und die neuen im Kasten an die Hauswand verschraubt.
    • Jetzt kann der neue Rohrmotor eingebaut werden. Dafür wird der Motor in die Achtkantwelle reingeschoben. Die Länge wird durch das Verschieben der Wellenkapsel in der Welle angepasst und mit 2 Schrauben fixiert. Damit der Motor später eingestellt werden kann, müssen die Einstellschrauben in die entsprechende Richtung schauen.

Elektroanschluss eines Rollladenmotors

Elektroanschluss eines Rollladenmotors

Die Welle mit schrauben befestigen (statt Niete)

Die Welle mit schrauben befestigen (statt Niete)

  • Jetzt bleibt nur die Verkabelung. Sollten das blaue und das schwarze Kabel vertauscht werden, dreht sich der Motor übrigens in falsche Richtung.

Beim Einstellen vom neuen Motor braucht man einen Helfer, der den Schalter betätigt und die Rollladen hoch-, und runterfährt bis alles passt.

Ein Hochbeet bauen und befüllen

Hochbeet aus Terrassenholz

Hochbeet aus Terrassenholz

Wir essen gerne Gemüsen die einen Geschmack haben. Viele davon können wir bei uns nicht anbauen, Platz reicht aber zumindest für ein paar Gurken und Tomaten. Beide Gemüsearten fühlen sich bestimmt viel besser in einem Hochbeet als im unserem Lehmboden, der von Wühlmäusen und Schnecken bewohnt ist.

Daher Deshalb haben wir uns in diesem Jahr für ein Hochbeet entschieden, mit offenem Boden.

Hochbeet bauen

Hochbeet auf dem Steinfundament

Steinfundamentfürs Hochbeet

Hochbeet zusammenbauen

Hochbeet zusammenbauen

Man kann selbstverständlich ein passendes Hochbeet kaufen, an Angeboten mangelt es nicht. Ich hatte aber ein paar Terrassendielen übrig, die sich fürs Bau eines Hochbeets bestens geeignet sind. Es soll wetterbeständiges Hartholz sein, wie z.B. Lärche. Das Holz hat für das Hochbeet 190cm x 80cm, Höhe – 75cm ausgereicht.

Damit das Hochbeet nicht so wie aus Baumarkt aussieht, habe ich die Art (s. Bild) der Kreuzverbindung der Dielen gewählt. So passt es optisch besser zum Gartenhäuschen. Für die Verbindung braucht man eine Sage und einen Stechbeitel. Vor dem Zusammenbauen müssen die Bretter ordentlich imprägniert werden. Ich habe die geölt.

Das Hochbeet hat 3 Holzseiten und ist an die Steinmauer (Grenze zum Nachbargrundstück) angebaut. Die gesamte Konstruktion steht auf einem Fundament aus Antikpflastersteinen (der Unterbau aus Kies und Beton würde ich empfehlen damit die Steine sich über Zeit nicht bewegen oder absenken). Streifen von wasserundurchlässigem Material (z.B. Dachpappe) zwischen dem Stein und Holz schützen das Holz gegen Nässe.

Wühlmausschutzgitter fürs Hochbeet

Wühlmausschutzgitter fürs Hochbeet

Befüllen vom Hochbeet, die Baumäste-Schicht

Befüllen vom Hochbeet, die Baumäste-Schicht

Was braucht man noch für das Hochbeet Konstruktion mit einem offenen Boden? Richtig – ein Wühlmausschutzgitter und eine Noppenfolie. Beim Schutzgitter ist die Maschenweite und die Wasserbeständigkeit (es liegt ja unter dem Boden) wichtig. In Baumärkten muss man beim Kauf aufpassen, ich habe da das Zaungitter als „Wühlmausschutzgitter“ vorgeschlagen bekommen. Auch wenn die Maschenweite stimmt, ist es nicht für den Einsatz unter der Erde gedacht.

Mit dem Schutzgitter legt man den Boden des Hochbeets aus, den Rand sorgfältig Wand entlang nach oben gehen lassen. Nach Bedarf kann der Rand des Gitters mit Nägeln befestigt werden. Man sollte auch Platz fürs Setzen der Erde im Beet lassen und das Gitter nicht anspannen. Die Folie dient dem Schutz des Holzes gegen Wasser. Sie wird mit Noppenseite zur Wand gelegt, mit Überlappung zwischen Anfang und Ende.

Hochbeet befüllen

Die Kompostschicht

Die Kompostschicht

Gemueseerde als letzter Schicht im Hochbeet

Gemueseerde als letzter Schicht im Hochbeet

Es gibt unzählige Artikel im Internet wie man ein Hochbeet mit einem offenen Boden richtig befüllt. Es scheint eine Wissenschaft an sich zu sein. Ich habe mich an diesen orientiert.
1. Zuerst kommt eine Kiesschicht, gegen Staunässe. 5-10cm. Kies habe ich unter dem Beet
2. Danach 25cm Baum- und Strauchschnitt. Dieser soll als „Langzeitdünger“ dienen, Sauerstoff zufuhr verbessern und wiederum Wasserstau entgegenwirken
3. Obendrauf 25cm Grobkompost mit Erde gemischt
4. Die letzten 20cm – Gemüseerde
Die Erde wird mit der Zeit zusammensacken. Es wird jährlich wieder mit der Gemüseerde aufgefüllt.

Das Ergebnis

Die ersten Gurken sind eingepflanzt und mit Frühbeet-Vlies abgedeckt. Das Vlies schützt gegen Vogelfraß und vor extremer Witterung und speichert die Sonnenenergie. Jetzt muss man gießen and abwarten.

Stromverbrauch, die Jahresstatistik

Anfang Dezember habe ich den Stromverbrauch über letzten fünf Jahre verglichen, vom Dezember 2012 bis Ende November 2017. Bei der Luftwärmepumpe gab es keine Überraschungen, der Verbrauch entspricht genau dem Verlauf der Außentemperatur über die Jahre. Am kältesten war der Jahr 2013, mit 8.1° Jahresdurchschnitt und 5.424kWh Stromverbrauch für die Heizung. Die 2 Kaminöfen, die in der Zwischenzeit aufgestellt worden sind, bringen keine nennenswerten Änderungen mit sich.

Positiv überrascht hat mich die Statistik des Stromverbrauches für den Haushalt, ausgenommen den Verbrauch der Wärmepumpe. Die letzten drei Jahre sank der Verbrauch um ca. 5%. In der Summe verringerte sich der Verbrauch seit 2013 um 18%. Bei den momentanen Strompreisen ist das ein Ersparnis von ca. 200€ pro Jahr.

Stromverbrauch, Heizung und Haushalt

Stromverbrauch, Heizung und Haushalt

Warum? Was sind die Gründe für kontinuierlich sinkenden Stromverbrauch? Wir waren und sind 5-köpfiger Haushalt, mit gleichgebliebenen Räumen, Geräten, Außenanlagenbeleuchtung. Wir kochen nicht weniger und vergessen heute Licht auszuschalten genau so oft wie vor 5 Jahren. Eigentlich sind Kinder größer geworden, bewegen sich mehr im Haus und schalten deswegen mehr Licht ein. Geschweige die ständig wachsende Anzahl von Geräten die permanent geladen werden wollen (wirklich ein Leid unserer Zeit…): Handys, Tablets, Spielzeuge, Laptops, Lautsprecher, Kameras usw., etc…. Nichtdestotrotz gibt es anscheinend einen Grund für die positive Entwicklung des Stromverbrauchs.

Vor einem Jahr habe ich die Stellmotoren für die Fußbodenheizungregelung ausgeschaltet, s. „Was kosten Stellmotoren für Fussbodenzeizung pro Jahr“. Die Aktion sparte nach meinen Berechnungen ca. 150kWh, das wären ca. ein Fünftel der 18%-er Gesamtsenkung.

Für den Rest hätte ich nur eine Erklärung – die Leuchtmittel die wir nutzen sind sparsamer geworden. Die Studie belegt meine Vermutung: Umrüstung auf LED-Lampen. Statt alten 40, 60, 100 Watt Glühbirnen, entweder Energiesparlampen oder LED-Lampen. Die Energiesparlampen bringen ca. 80% Ersparnis am Stromverbrauch, die LED-Lampen – ca. 90%. Eine 60 Watt Glühbirne an einer „strategisch wichtigen“ Stelle mit 3Stunden Betrieb am Tag braucht ca. 65kWh pro Jahr. Eine LED-Lampe mit derselben Beleuchtungsstärke – nur 6kWh. Das Resultat – 15€ weniger pro Jahr. Das Ersparnis deckt den höheren Preis für die LED-Lampe bei weitem.

Rechnet man den Verbrauch in Glühbirnen-Äquivalenz für das ganze Haus hoch, Wohnzimmer – 300 Watt, Küche – 200 Watt, Schlafzimmer – 200 Watt, Arbeitszimmer – 300 Watt etc, kommt man auf das Potential bei der Umstellung auf LED-Lampen in mindestens 200-300€ im Jahr.

 

Schrank-Bar aus Eichenholz

Schank-Bar aus Eiche

Die Bar, gebaut aus EIchenholz

Das vor ein paar Monaten angefangene Schreiner-Projekt ist erfolgreich abgeschlossen worden – der Schrank mit einer Bar aus Eichenholz kann in Betrieb genommen werden. In dem vorherigen Beitrag habe ich den Zusammenbau der Fronttüren beschrieben. Fronten sind für das Aussehen eines Möbelstückes sehr wichtig. Allerdings ist eine durchdachte und stabile Schrankkonstruktion die Voraussetzung für einen gelungenen Schrank.

 

Holzauswahl

Schublade verleimt

Der Schrankkorpus mit der Schublade auf Schienen

Korpusse eines Schranks müssen nicht unbedingt aus demselben Holz gebaut werden wie Fronten. Eichenholz für die ganzen Schränke wäre relativ teuer. Dabei sieht man die meisten Teile gar nicht (Böden, Deckel, an die Wand grenzende Seitenwände usw.). Deshalb habe ich einen Korpus (der Unterschrank in der Mitte) aus Fichtenholz gebaut (was ich nachhinein definitiv für einen Fehler halte) und alle andere aus Eiche-Leimholzplatten aus Baumarkt. Die Fichte ist Weichholz, daher ist sie schwerer sauber zu verarbeiten, siehe mehr Info in dem Artikel. Zusätzlich ist der Korpus nicht so stabil wie einer aus Eiche.

Für Rückwände kaufte ich 6-mm Kiefer-Sperrholz in Baumarkt. Für die Holzwände die man sieht, um die Bar herum, und den Sockel vorne, habe ich selbstverständlich dasselbe Holz wie bei Türen verwendet.

Holzverbindung

Der Unterschrank aus Holz

Der Unterschrank ist fertig

Es gibt viele Möglichkeiten die Korpusteile eines Schranks zu verbinden, die meistverbreitete ist wahrscheinlich die mit Einschraubdübel und Verbindungsbeschlag. Da ich aber die Schränke nicht transportieren muss, habe ich mich für die einfache Holzdübelverbindung entschieden. Mit dem Meisterdübler von Wolfkarft geht diese schnell und präzis. Der Nachteil – die Korpusse können nicht auseinandergebaut werden.

Beim Verleimen von Schrankteilen muss man aufpassen, dass die rechten Winkel 90° sind. Dabei hilft zum Teil die in der gefrästen Nut eingelegte Rückwand. Auf jeden Fall sollte man nach dem Verleimen nochmal die Winkel Ausmessen und, wenn nötig, mit Zwingen korrigieren.

Die Verbindung mit Einschraubdübel

Verbindungsbeschlag im Bar-Regal

Die Verbindung mit den Einschraubdübel und Verbindungsbeschlag habe ich genutzt um die Bar-Regale und den Bar-Deckel an die zwei Seitenschränke zu befestigen. Die Verbindung darf nicht fix sein, sonst wäre das Ganze als ein Teil viel zu schwer und zu groß. Außerdem halten die Regale die 3 Spiegel, die nacheinander eingelegt und befestigt wurden. Die Regale und der Deckel halten die Seitenschränke fest zusammen.

Werkzeuge für Holzbearbeitung

Die Werkzeuge braucht man um einen ähnlichen Projekt stemmen zu können:

Zeitaufwand

Ich bin kein Profi, manche Schritte habe ich zum ersten Mal gemacht. Daher fällt es mir schwer abzuschätzen wie viel Zeit in den Bau investiert worden ist. Vielleicht 150 Stunden, vielleicht mehr… Folgende Verarbeitungsschritte nehmen die meiste Zeit in Anspruch:

  • das Schleifen, 2 oder 3 mal, mit 120-er, dann 240-er, dann 360-er Körnung.
  • das Verleimen. Hier geht es nicht nur um Genauigkeit, die Zeit braucht, sondern auch um Anzahl von Zwingen die man hat. Ich habe nur 4 großen und 2 kleinen, deshalb musste ich immer wieder warten bis Holzleim trocken ist und die Zwingen für das weitere Teil verwendet werden konnten.
  • Schranktüren mit Möbelscharnieren befestigen und einstellen. Alle Fehler die man davor gemacht hat, müssen hier korrigiert werden. Z.B. eine Tür um 2mm kürzen oder 1mm seitlich wegschleifen.

Und ganz am Schluss

Die schönen Türgriffe, die Gläserschienen und die Einbaulichter in Bronze-Farbe sind einfach im Internet zu besorgen. Die 100€ Investition ist dann auch die Letzte. Jetzt können Gläser aufgehängt und Flaschen mit Lieblingsgetränken aufgestellt werden 🙂

Das neue Schreinerprojekt: Holzschrank aus Eiche mit einer Bar

Ich arbeite wieder mal an einem Schreiner-Projekt, diesmal an einem anspruchsvollerem, zumindest für mich. Ein Holzschrank mit einer Bar muss gebaut werden. Eiche ist das Holz der Wahl. Der Aufbau des Möbelstücks ist relativ einfach – eine Kommode im Zentrum, mit 2 Schubladen und 4 Türen, die Bar über der Kommode, und 2 zweitüriche Schränke rechts und links. Da ich den Schrank (wie üblich, mit Hilfe von SketchUp) selbst entworfen habe, habe ich eine für mich zu bewältigende Komplexitätsstufe gewählt. Auch wenn es einfach aussieht, kann man viel falsch machen 🙂 Von der Erfahrung habe ich ja nicht viel. Alternativ, wenn man ein Möbelstück selbst designen möchte, aber nicht selber bauen möchte, kann man einen Schreiner beauftragen. Es gibt auch kreative Firmen, wie stattura.de, die sich selbst als „Schreiner für Designer“ beschreiben.

Wenn die Breite nicht reicht – selbst leimen geht auch.

In diesem Artikel möchte ich das Bau einer Schranktür angehen.

 

Holz

Für alle Fronten (und sichtbare Elemente) haben wir Eiche Massivholzplatten bestellt. Für die Türfüllungen sind die Holzplatten 16mm stark, für Rahmen – 20mm. Für die inneren Teile habe ich im Baumarkt die Leimholzplatten aus Eiche besorgt (die sind günstiger).

Füllungen für Türblätter

Schritt 1: Türfüllung sägen und fräsen

Die Füllungen sind so gesägt, dass jeder Seite 6mm im Türrahmen versteckt ist. Das ist eine klassische Nut-Spund Holzverbindung, wobei der Nut 8mm breit und 7mm tief ist. Beim Fräsen der Füllungen muss man also aufpassen, dass der Spund genau passt.
Bei dem harten Holz und dem Durchmesser vom Fräser (>20mm), ist es mir ab und zu ein Ausreißer passiert. Nachdem Einstellen von niedrigerer Drehzahl an der Fräse ist es besser geworden. Zusätzlich fräste ich die Ränder in zwei Schritten, erst 70%-80% Tiefe, danach – den Rest. Ich denke den Fräser (hat stolze 80€ gekostet) kann ich am Ende wegschmeißen, weil viele Hartholz Meter haben ihm (nach meinem Gefühl) ziemlich zugesetzt.

45° mit Gehrungssaege schneiden

Schritt 2: Türrahmen fräsen und absägen

Das klingt einfach… Das Problem war aber die 45°-Winkel für die Gehrungsverbindung schräg absägen. Viele Methoden habe ich ausprobiert – mit Kreissäge (sie soll 45° können), mit der Einrichtung auf meinem Universaltisch, mit Handsäge… Alles klappte nicht. Die Verbindungen waren nicht genau genug.
Dann hatte ich mich doch nach einer Gehrungssäge umgeschaut. Meine Annahme war, dass die teuer sein müssen. Und sie war falsch 🙂 Für 27€ habe ich die Säge gekauft, die endlich ein sauberes Ergebnis brachte. Es ist eine Handsäge, aber für den Preis kann man ein wenig mehr schwitzen.

 

Tür mit Zwingen spannen

Front der Schublade

Schritt 3: Türrahmen und Füllung Zusammenbauen

Die 4 Rahmenteile habe ich mit Holzdübeln und Holzleim verbunden. Leider, wegen der geringen Rahmenbreite, passten 2 Dübel kaum rein. Das leichte Verdrehen der Teile beim Spannen war die Folge. Ich musste deshalb die Tür zusätzlich an die Tischoberfläche mit Zwingen spannen.
Vor dem Einlegen der Türfüllung in den Rahmen habe ich ein wenig Holzleim in der Nut eingetragen (ich weiß aber nicht, ob das wirklich sein soll).

Schritt 4: Ausreißer und Risse im Holz reparieren und schleifen

Ausreißer können mit Holzkitt repariert werden.

Die fertige Holztüren, noch nicht geölt.

Nachdem der Holzleim getrocknet ist, kann man die Türen schleifen. Nach dem ersten Schliff mit 180-er Körnung sollen die Teile auf eventuelle Risse oder Ausreißer geprüft und wenn nötig repariert werden. Auch wenn es mit Gehrungsverbindung nicht so gut geklappt hat, kann man das mit Holzkitt nachbessern. Dafür verwendete ich die Knetholz Speziallösung MS / 31 CP. Diese wird mit Feinholzstaub gemischt (aus der Schleifmaschine, nach Schleifen mit 180 Körnung und feiner) und aufgetragen. Je kleiner die Risse sind, desto flüssiger sollte das zubereitete Knetholz sein. Das Ding trocknet relativ schnell, daher ist es besser kleinere Mengen vorzubereiten.

Das Trocknen von Knetholz dauert je nach aufgetragene Menge ca. 30-60 min. Jetzt ist das Schleifen mit 240-Körnung-Schleifpapier an der Reihe. Wer mag, kann anschließend noch mit 360-er Körnung schleifen. Ich habe nur die Füllungen mit 360-er Schleifpapier geschliffen, die Rahmen waren mir schon nach dem 240-er Schliff glatt genug.
Die Füllungen habe ich eigentlich vor dem Schritt 3 (der Zusammenbau mit dem Rahmen) geschliffen. So konnten die gefrästen Ränder viel besser geschliffen werden. Nach Verleimen kommt man an den Füllungrand mit einer Schleifmaschine nicht richtig ran.

Es bleibt nur noch das Ölen und die Türen sind fertig.