Smart Home DIY

Nach dem längeren Schweigen im Blog, habe ich endlich Zeit gefunden zu schreiben 😊 Das Schweigen ist durch viele interessanten Projekte im Smart Home Bereich bedingt. Noch vor 6 Monaten war es kein Thema für mich, bis ich von einem Freund einen Arduino Mikrokontroller geschenkt bekommen habe. Dann ging es los, Smart Home in DIY Modus, wie bei mir zu erwarten war.

Das größere Projekt ist unter dem Codenamen „Garagenwächter“ entstanden, in der mittlerweile fertiggebauten Garage. Die Funktionen:

Kontrolle über das Tor

Kontrolle über das Tor auf zwei Wegen, über Hörmann UAP1 Platine (Öffnen und Schließen, Torstatus abfragen) und den Entfernungsmessung, um genaue Position des Tores herauszufinden.

Automatische Lüftung

Laut Internet Fachforen, ist die relative Luftfeuchtigkeit 45-55% für die Garage ideal. Ist es trockener, leiden die Gummi-, und Plastikteile darunter. Ist es feuchter, breitet sich Rost aus. Um die Luftfeuchtigkeit in diesem Bereich zu halten, messe ich die und die Temperatur innen und außen. Mit den Werten lässt sich auch die absolute Feuchtigkeit ermitteln. Sobald der relative Wert innen zu hoch oder zu niedrig ist, werden die absoluten Luftfeuchtigkeitswerte verglichen und die Entscheidung getroffen, ob es Sinn macht die Garage zu lüften.

Die Lüftung erfolgt über 2 Fenster, die mit Kettenantrieben ausgestattet sind. Über die Relais steuert der Arduino die 230V Antriebe, öffnet oder schließt sie.  Zusätzlich kann man per Netzwerk (remote) die Fenster auf-, und zumachen und blockieren, wenn die Lüftungslogik momentan nicht erwünscht ist.

An der Stelle die Warnung – die Arbeiten mit hoher Stromspannung kann lebensgefährlich sein und soll von einem Fachmann durchgeführt werden.

Kontrolle über den Füllstatus von der Regenzisterne

Ultraschallsensor in Harz eingegossen.

Die Zisterne wird für die automatische Bewässerung genutzt und muss, wenn’s länger nicht regnet, mit Trinkwasser aufgefüllt werden. Die Auffüllanlagen sind relativ teuer (und ich habe keine gefunden die mir gefallen würde, keine Ahnung warum). Also messe ich die Entfernung vom Zisternendeckel bis zum Wasser, und, wenn die Zisterne weniger als 20% befüllt ist, öffnen sich die Wasserventile (zwei, nacheinander verbaut, zur Sicherheit, wenn einer kaputt geht) bis der Füllstand 35% erreicht. Zusätzlich, habe ich die Stromversorgung für die zwei Ventile an einen Schwimmschalter gebunden, damit dieser das Trinkwasser abschaltet, wenn Arduino „versagt“. Doppelt hält besser!

Wasserventile

Infrastruktur Funktionen

  • Ethernet
  • WebServer zur Kontrolle über Browser (siehe Screenshot unten)
  • MQTT Anbindung
  • Logging auf eine SD Karte
  • Speicherüberwachung
  • Laufzeitanzeige
Kontrolle über das System im Browser

Die (nicht vollständige) Materialliste

  • Arduino Mega mit einem Ethernet Shield
  • 2 DHT22 Temperatur-, und Luftfeuchtigkeitssensoren
  • Schaltnetzteil, SNT RS 15 5
  • 2 HC-SR04 Ultraschall Abstandsensoren
  • Hörmann UAP1 Universalplatine
  • 2 LIWIN 250N 230V Fensterkettenantriebe
  • U.S. Solid 1/2″ G 220V AC Messing Magnetventile
  • Schwimmerschalter, 5M 250V 10A
  • Viele Relais wie „8-Relais Modul 5V mit Optokoppler“
  • Viel Kabel…

Ich habe versucht noch einen OLED Monitor einzubauen (was auch gelungen ist), nun leider sind meiste OLED SSD1306 totaler Schrott… Ich habe in Summe 4 bestellt: einer war gleich defekt geliefert; einer hatte von Anfang an, an einer Monitorhälfte nur jede 2. Zeile gezeigt; einer brachte regelmäßig das Arduino Board zum Absturz; und der letzte hat auch angefangen jede 2 Zeile zu zeigen. Also habe ich das Ding abgeschaltet, weil es mich nur nervte 😊.

Arduino Mega mit Ethernet Shield, Ralais und Kabel, Kabel, Kabel…

Noch ein Kommentar bzgl. 3€ Teile aus dem fernen Land: bei manchen Komponenten lohnt es sich die Originale zu kaufen, wie z.B. beim Ethernet Shield. Das billige Klon lief instabil, startete nur bei jedem 3. Versuch und brachte Arduino ab und zu zum Hängen. Nachdem ich statt 7€ die 24€ Variante von Original Arduino geholt habe, läuft es ununterbrochen und stabil.

Kann für Sie interessant sein:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.