Unsere sehr lange, fast unendliche Suche nach einem Bauunternehmen für den Bau der Garage war in diesem Frühjahr erfolgreich. Obwohl wir bereits 2 Angeboten zugestimmt hatten, gebaut wurde trotzdem nicht. In der Zeit, wo es so viele große Bauprojekte gibt, sind Firmen an kleineren Aufträgen
wenig interessiert und stellen dich am Ende der Warteschlange an, die länger als 12 Monaten sein kann. Dazu kommen bei uns noch Faktoren wie schmale Wege mit begrenzten Wendemöglichkeiten, der Hang, den die Garage sichern soll, und die nicht-rechteckige Ausführung der Garage für die optimale Grundstücknutzung hinzu. Die Suche gehört jetzt der Vergangenheit an.

Die gelpante Garage

Die Doppelgarage soll aus Beton gebaut werden, knapp 50m2 Flache haben und begehbar sein. Zusätzlich haben wir 3 Fenster und eine Seitentür geplant. Die Tür soll dazu dienen, dass mehr als 5m breiten Tor nicht immer geöffnet werden muss, wenn Kinder ihre Fahrräder holen oder abstellen wollen. Auch, wenn das elektrische Tor mal defekt sein soll, sollte man in die Garage reinkommen können. Obwohl, hier bietet der Hersteller eine „Kurbel-Option“ – das Tor kann man mit einer Kurbel von außen öffnen.

Der Bagger ist da!

Der erste Schritt war, wie immer – Bodenaushub. In letzten Jahren ist der Aushub viel teurer geworden. Nach meinem Verständnis, wegen Verschärfung der Gesetze und Mangel an Deponieplatz für Aushub. Viele Deponien nehmen den Aushub nur mit einem Nachweis – einer durchgeführten Bodenuntersuchung von einem Gutachter. Diese alleine kann schon eine hohe 3stellige Summe und mehr betragen. Das führt dazu, dass relativ kleine Mengen (bei uns ca. 120m3) hundert Kilometer weiten Weg gefahren werden, weil sie da günstiger entsorgt werden können. Ob das am Ende den Öko-Bilanz besser macht, bezweifle ich sehr. Hier habe ich einen Artikel mit Berechnungen und Beispielen, abhängig von unterschiedlichen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit und Menge gefunden – https://kostenblick.de/was-kostet-ein-erdaushub/. Dazu noch FAQ vom bayerischen Landesamt für Umwelt: https://www.lfu.bayern.de/abfall/mineralische_abfaelle/faq_bodenaushub/index.htm

Bodenaushub
Das alte Gabionenfundament
Das Fundament zerkleinert

Beim Baggern musste noch das alte Fundament von den Gabionen ausgegraben und entsorgt werden. Mehrere Tonnen wiegendes Betonstück musste zuerst zerkleinert werden, um dieses auf den LKW hochladen zu können. Nachdem Aushub weggefahren war, wurden die Streifenfundamente an allen 4 Seiten errichtet und die Bodenplatte gegossen. Vor dem Baubeginn habe ich die, vor Jahren gemachte statische Berechnung, dem Bauleiter gegeben. Die Bewehrung wurde nach dieser Berechnung ausgeführt. Da die Garage großflächige Decke ohne zusätzlichen Pfosten tragen muss, und den Hang sichern, spielt die Statik eine größere Rolle.

Die 25cm starke Bodenplatte aus C25/30 WU Beton haben wir zur „Industrieboden“ glätten lassen. Dabei kommt zuerst eine härtende Mischung auf die frisch betonierte Platte und wird stundenlang (es kann auch bis in die Nacht gehen, je nach Fläche und Außentemperatur) mit einer Flügelglätter Maschine behandelt. Die Arbeit darf nicht bei der Temperatur über 25° stattfinden. Wir hatten Glück, die Woche war nicht heiß. Anschließend kommt die Folie die zu schnelles austrocknen des Betons, und damit Rissen, verhindert.

Das Streifenfundament mit Betonstahl
Sauberkeitsschcht betoniert.
Betonstahl für die Bodenplatte

Beton wid mit dem Flügelglätter geglättet.
Fertig sind die Bodenplatte und der Boden gleich.

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