Draußen herrscht Winter – die beste Zeit noch mal das Heizungskonzept zu überlegen.
Bei uns ist das eine Luftwärmepumpe plus kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) mit Wärmerückgewinnung. Wegen des Wechsels zu einer Luftwärmepumpe (optimale Vorlauftemperatur – 35°), müssen wir auch im Kellergeschoss Fußbodenheizung einbauen, statt geplanten Heizkörper.

Die Anlage haben wir schon von Anfang an eingeplant, aber (absichtlich) nicht in die Baubeschreibung eingetragen. Ein paar Tagen habe ich gründlich im Internet gesucht und gelesen und folgende, für uns wichtige, Kriterien zur Auswahl einer KWL Anlage definiert:

  • Die Lüftungsröhren müssen auf Decke verlegbar sein und die Höhe des Bodenaufbaus nicht zu sehr beeinflussen
  • Der Wärmetauscher muss Wirkungsgrad mehr als 90% haben
  • Die Wohnraumlüftungsanlage muss für 180m² geeignet sein

Nach dem langen Vergleichen gefällt mir, zumindest aktuell, die Buderus Logavent HRV am Besten. Die KWL-Anlage bietet Luft-Verteil-System-Pakete zur Verlegung auf Decke und in Wand, hat Wärmerückgewinnung bis zu 91% und keinen „schlechten Ruf“ im Internet.

Leider, hat unser GÜ keine Durchführungen in der Betondecke machen lassen, obwohl er wusste, dass wir die KWL installieren wollen. Jetzt brauchen wir min. 7 Durchbrüche, einer davon ca. 80x20cm und die anderen 20x20cm.

Die noch offenen Fragen:

  • Deckenhöhe im OG variiert sich von 2,50 bis 3,20m. Wird es ein Problem darstellen? In meisten Unterlagen habe ich „Raumhöhe bis 2,50m“ gesehen.
  • Theoretisch wäre es gut möglich den Fortluft der Wohnraumlüftung an der Luftwärmepumpe als Wärmequelle zu nutzen. Da der Fortluft, besonders im Winter, um einiges wärmer als Luft draußen ist, wäre es schade dies nicht auszunutzen und gleichzeitig die Luft für die Luftwärmepumpe elektrisch vorheizen. Wie das praktisch aussieht müssen wir noch klären.
  • Die KWL-Installation als Eigenleistung. Da die Planung einer KWL alles andere als einfach ist, würde ich diese von Hersteller planen lassen. Die Planung von Buderus kostet ca. 300€ und muss von einer Heizungsfirma beauftragt werden – die Hersteller arbeiten mit Privatleuten nicht.
  • ob und wie eine kontrollierte Wohnraumlüftung gefördert wird.

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