Stromverbrauch, die Jahresstatistik

Anfang Dezember habe ich den Stromverbrauch über letzten fünf Jahre verglichen, vom Dezember 2012 bis Ende November 2017. Bei der Luftwärmepumpe gab es keine Überraschungen, der Verbrauch entspricht genau dem Verlauf der Außentemperatur über die Jahre. Am kältesten war der Jahr 2013, mit 8.1° Jahresdurchschnitt und 5.424kWh Stromverbrauch für die Heizung. Die 2 Kaminöfen, die in der Zwischenzeit aufgestellt worden sind, bringen keine nennenswerten Änderungen mit sich.

Positiv überrascht hat mich die Statistik des Stromverbrauches für den Haushalt, ausgenommen den Verbrauch der Wärmepumpe. Die letzten drei Jahre sank der Verbrauch um ca. 5%. In der Summe verringerte sich der Verbrauch seit 2013 um 18%. Bei den momentanen Strompreisen ist das ein Ersparnis von ca. 200€ pro Jahr.

Stromverbrauch, Heizung und Haushalt

Stromverbrauch, Heizung und Haushalt

Warum? Was sind die Gründe für kontinuierlich sinkenden Stromverbrauch? Wir waren und sind 5-köpfiger Haushalt, mit gleichgebliebenen Räumen, Geräten, Außenanlagenbeleuchtung. Wir kochen nicht weniger und vergessen heute Licht auszuschalten genau so oft wie vor 5 Jahren. Eigentlich sind Kinder größer geworden, bewegen sich mehr im Haus und schalten deswegen mehr Licht ein. Geschweige die ständig wachsende Anzahl von Geräten die permanent geladen werden wollen (wirklich ein Leid unserer Zeit…): Handys, Tablets, Spielzeuge, Laptops, Lautsprecher, Kameras usw., etc…. Nichtdestotrotz gibt es anscheinend einen Grund für die positive Entwicklung des Stromverbrauchs.

Vor einem Jahr habe ich die Stellmotoren für die Fußbodenheizungregelung ausgeschaltet, s. „Was kosten Stellmotoren für Fussbodenzeizung pro Jahr“. Die Aktion sparte nach meinen Berechnungen ca. 150kWh, das wären ca. ein Fünftel der 18%-er Gesamtsenkung.

Für den Rest hätte ich nur eine Erklärung – die Leuchtmittel die wir nutzen sind sparsamer geworden. Die Studie belegt meine Vermutung: Umrüstung auf LED-Lampen. Statt alten 40, 60, 100 Watt Glühbirnen, entweder Energiesparlampen oder LED-Lampen. Die Energiesparlampen bringen ca. 80% Ersparnis am Stromverbrauch, die LED-Lampen – ca. 90%. Eine 60 Watt Glühbirne an einer „strategisch wichtigen“ Stelle mit 3Stunden Betrieb am Tag braucht ca. 65kWh pro Jahr. Eine LED-Lampe mit derselben Beleuchtungsstärke – nur 6kWh. Das Resultat – 15€ weniger pro Jahr. Das Ersparnis deckt den höheren Preis für die LED-Lampe bei weitem.

Rechnet man den Verbrauch in Glühbirnen-Äquivalenz für das ganze Haus hoch, Wohnzimmer – 300 Watt, Küche – 200 Watt, Schlafzimmer – 200 Watt, Arbeitszimmer – 300 Watt etc, kommt man auf das Potential bei der Umstellung auf LED-Lampen in mindestens 200-300€ im Jahr.

 

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3 Antworten

  1. Peter sagt:

    Das ist doch mal ein interessanter Einblick. Ich muss gestehen, dass ich dem Einsparpotenzial von LED Lampen immer skeptisch gegenüber war, aber das Ganze scheint sich definitiv zu lohnen. Jetzt hab ich wenigstens harte Fakten. 🙂 Danke für den Einblick und Grüße

    Das ist der Vorteil, wenn man sich deinen eigenen Verbrauch mal genauer anschaut. Vielleicht sollte ich auch mal damit anfangen…

  2. Stefan sagt:

    Das mit den Stellmotoren find ich interessant – darüber hatte ich tatsächlich noch nie nachgedacht…

  3. Frank L. sagt:

    Die Erfahrung mit den Stellmotoren bestätigt, was ich durch Zufall bzw. durch Ausfall der Glaskolben vor Jahren selbst entschieden habe, die Stellmotoren abzuschrauben, da ich bei der WP sowieso alle Räume vollständig mit der FBH heize. Sie liegen nun im Verteilerkasten ohne mechanische Funktion, hängen jedoch noch am Strom. Keine Ahnung, ob dadurch noch ein Verbrauch entsteht?? Vielleicht lohnt es sich die ganz abzuklemmen…? Habe mich zwischenzeitlich geärgert überhaupt eine Raumregelung aufgequatscht bekommen zu haben, aber was solls- es war 2006…
    Ich stöber erstmal weiter- tolle Seite hier. Gruß aus Hannover

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